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Ansichten erfüllen zwei Rollen: Sie ermöglichen Ihnen, Seiten mit bestimmten Inhalten zu füllen und bestimmen, wie diese Inhalte dargestellt werden. Ansichten verbinden dabei Seiten- und Boxmodule mit Vorlagen für verschiedene Ausgabeformate. Diese Vorlagen können dabei die unterschiedlichsten Formate erzeugen: HTML für Webseiten, PDF oder RSS. Näheres zu Ansichten können Sie in Abschnitt 18.1, „Was sind Ansichten?“ erfahren.
Die Ansichtenverwaltung in papaya CMS ermöglicht Ihnen nicht nur, Ansichten zu erstellen und zu verwalten, sondern enthält auch eine Verwaltung für die verschiedenen Ausgabefilter. Sie können folgende Tätigkeiten ausführen:
Ansichten für Box- und Seitenmodule erstellen, siehe Abschnitt 18.6.1, „Ansichten erstellen“.
Ansichten auf bestimmte Zweige des Seitenbaumes limitieren, siehe Abschnitt 18.7, „Ansicht auf eine Basisseite limitieren“.
Ausgabefilter für benötigte Formate erstellen, siehe Abschnitt 18.3.1, „Ausgabefilter anlegen“.
Ansichten mit Ausgabefiltern verknüpfen, siehe Abschnitt 18.6.2, „Ansicht mit Ausgabefilter verknüpfen“.
Eine Ansicht ist die Verknüpfung eines Seiten- oder Boxmoduls mit einem Ausgabefilter. Ein Ausgabefilter ist der Programmteil von papaya CMS, der die Umwandlung der Inhalte in ein Zielformat durchführt. Die Inhalte werden dabei im XML-Format durch Module ausgegeben und durch die Ausgabefilter in das Zielformat transformiert. Standardmäßig wird papaya CMS mit einem Ausgabefilter für die Zielformate XML, HTML, Text und PDF ausgeliefert.
Die folgende Illustration stellt dar, welche Elemente bei der Konfiguration einer Ansicht in papaya CMS beteiligt sind:
Wenn Sie eine Ansicht erstellen, wählen Sie im ersten Schritt ein Modul aus. Im zweiten Schritt verknüpfen Sie die Ansicht mit einem Ausgabefilter. Um die Inhalte in das Ausgabeformat umzuwandeln, verwendet der Ausgabefilter ein XSLT-Dokument mit Filterregeln. Sie müssen also in einem dritten Schritt ein entsprechendes XSLT-Dokument auswählen. Das XSLT-Dokument enthält dabei für jedes XML-Element der Modulausgabe eine Regel, welche die Umwandlung in das Zielformat beschreibt. In einem XSLT-Dokument für die Webseitenausgabe wird durch eine Regel also ein bestimmtes XML-Element in ein passendes HTML-Element transformiert.
Der Transformationsprozess ist in der folgenden Illustration abgebildet:
Die XML-Ausgabe des Moduls wird durch den Ausgabefilter in das Zielformat umgewandelt. Da jedes Modul eine etwas andere XML-Struktur ausgibt, benötigt der Ausgabefilter ein passendes XSLT-Template mit Transformationsregeln für jedes XML-Element der Modulausgabe. Dadurch kann das Seitenmodul erfolgreich in eine HTML-Seite transformiert werden.
Wenn Sie papaya CMS ohne die Standard-Daten der Demoinstallation installiert haben, müssen Sie alle benötigten Ansichten für Box- und Seitenmodulen konfigurieren und mit den entsprechenden Ausgabefiltern verknüpfen. Das Konfigurieren der Seiten- und Boxmodule beinhaltet, dass Sie den Modulen einen passenden Namen geben, damit Sie sie mit papaya CMS nutzen können.
Verschiedene Konfigurationsoptionen
Eine Ansicht stellt auch stets eine konfigurationsspezifische Benennung eines Seiten- oder Boxmoduls dar. Konfigurationsspezifisch bedeutet, dass Module je nach Konfiguration für verschiedene Zwecke eingesetzt werden können. Sie können den Modulen daher einen eindeutigen, erklärenden Namen vergeben, der die aktuelle Konfiguration und Verwendung widerspiegelt. Dadurch vermeiden Sie Missverständnisse bei den Autoren, die im Backend von papaya CMS Artikel oder sonstige Inhalte erstellen.
Konfigurationsspezifische Ansichten können Sie auf zwei verschiedene Wege erstellen:
Sie legen zwei Ansichten an, die zwar das selbe Seiten- oder Boxmodul benutzen, aber mit verschiedenen XSLT-Dokumenten verknüpft sind. Die Ansichten unterscheiden sich also vor allem in den unterschiedlichen Transformationsregeln für die Seitenausgabe.
Das Seiten- oder Boxmodul wird nicht nur mit einem anderen XSLT-Dokument verknüpft, sondern kann auch durch verschiedene Konfigurationsoptionen eine andere Funktionsweise erhalten.
Als Beispiel für die unterschiedliche Ausprägung und Funktionsweise, die Module haben können, lässt sich das Boxmodul „Navigation“ anführen. Ein Navigationsmodul kann so konfiguriert werden, dass es die Seitenstruktur als Seitennavigation für die Website darstellt. Eine andere Konfiguration erlaubt jedoch die Darstellung einer Breadcrumb-Navigation. Mit der Breadcrumb-Navigation wird die aktuelle Position in der Seitenstruktur Ihres Webangebots angezeigt, wobei der gesamte Pfad von der Startseite ausgehend bis hin zur aktuellen Seite dargestellt wird. Der Besucher Ihres Webangebots weiß auf diese Weise, auf welcher Ebene der Seitenstruktur er sich gerade befindet.
Für den Redakteur oder einen anderen Content-Erzeuger wäre es verwirrend, wenn er nur den Modulnamen sehen würde, da er die aktuelle Konfiguration nicht am Modulnamen erkennen kann. Das Ansichtenkonzept erlaubt eine konfigurationsabhängige Unterscheidung. Sie können eine Ansicht erstellen und ihr die Bezeichnung „Hauptnavigation“ geben, während Sie eine andere Ansicht „Breadcrumb“ nennen.
Zum Format der Modulbezeichnung
Die Modulbezeichnung hat folgendes Format:
In den eckigen Klammern steht der Name des Pakets und getrennt von einem Spiegelstrich der Modultyp. Content-Module sind entweder vom Typ page oder vom Typ box. Nach den eckigen Klammern folgt der Name des Moduls. Der Modulname aus Beispiel 18.1, „Format der Modulbezeichnung“ lautet Topic with image.


