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Entwicklungsgeschichte

Die Entwicklung an papaya CMS beginnt im Jahr 2000 und dient zunächst nur dazu, Inhalte für Kundenwebsites zu verwalten. Als datenbankgestütztes Content-Management-System bietet das webbasierte Programm anfangs eher eine zweckmäßige, aber dennoch konsistente Benutzeroberfläche.

Eckpunkte in der Anwendungsentwicklung

Die Geschäftsidee ein CMS kommerziell zu vertreiben entwickelt sich im Jahre 2000 und wird 2001 erstmalig umgesetzt. Die Aufträge summieren sich und das Unternehmen wächst mit. Bereits zu diesem frühen Zeitpunkt formiert sich ein festes Entwicklerteam, das bis heute auf eine jahrelange Erfahrung in der Webentwicklung zurückblicken kann. Das Team gewinnt nach und nach an Zuwachs und besteht heute aus mehr als 20 Projektleitern und Programmierern, die wiederum gerne ihr Wissen an unsere Auszubildenden weitergeben.

Schon sehr früh haben sich zwei wesentliche Eckpunkte bei der Entwicklung des papaya CMS herauskristallisiert:

  • Verzicht auf proprietäre Technologien / Verwendung offener Standards:
    PHP, PEARL, XSLT
  • Konsequente Trennung von Inhalten, Ausgabeformatierung und Programmlogik

Viele Entwickler von Content-Management-Systemen setzen besonders bei den Templatesprachen auf Eigenentwicklungen oder verzichten auf eine saubere Trennung von Programmlogik und Ausgabeformatierung. Häufig sind die Webseitenvorlagen in der selben Programmiersprache geschrieben wie die dahinterstehende Anwendung, oder die Grenzen zwischen Programmlogik und Ausgabenlogik verschwimmen stark.

Proprietäre Techniken engen ein und entsprechen nicht immer den Bedürfnissen von Endanwendern. Der Umstieg auf eine andere Softwareplattform ist oft nicht ohne Weiteres möglich.

papaya CMS bietet eine strikte Trennung von Inhalten, Ausgabeformatierung und Programmlogik. Inhalte werden in einem medienneutralen Format (XML) vorgehalten. Als Templatesprache wird XSLT eingesetzt, das als internationaler Standard von verschiedenen Plattformen unterstützt wird. Die grafische Gestaltung erfolgt schließlich durch CSS. Losgelöst von der Templatesprache ist die Programmlogik. Der Programmierer braucht sich nicht darum zu kümmern, wie die Inhalte formatiert werden sollen, da dies durch das Template gesteuert wird.

Bedürfnisse von Unternehmen im Vordergrund

Im Jahre 2003 schreitet der Ausbau des Systems rasch voran. Erfahrungen aus Projekten fließen stark in die Entwicklung des Systems ein. So richtet sich papaya CMS mehr und mehr an die Bedürfnisse von Unternehmen aus. Dazu gehört die Entwicklung eines abgestuften und flexiblen Rechtesystems, die Versionsverwaltung, eine flexible Mediendatenbank für Inhalte sowie zahlreiche Anwendungen.

Quellcode für alle

Seit Ende 2004 firmiert das CMS unter dem neuen Namen papaya CMS. Im Sommer 2005 wird der Quellcode von papaya CMS offen gelegt. Zu dieser Zeit zeichnete sich auch schon die Ausgliederung der papaya Software GmbH ab.

Unter der GPL steht der Quellcode des papaya CMS von nun an allen zur Verfügung. Zugleich werden die Vorteile von Open-Source mit den Vorteilen verbunden, die die Entwicklungsabteilung eines Softwareunternehmens bietet. Die professionellen Strukturen sorgen für eine stringente Entwicklung der Software. Durch Quellcodeauditing können sicherheitskritische Fehler schon während der Entwicklung beseitigt werden und sorgen für hohe Qualität. Durch die papaya Coding Standards wird der Programmierstil so weit vereinheitlicht und dokumentiert, das auch ein projektexterner Programmierer den Quellcode verstehen kann. Somit besteht die Möglichkeit unabhängig eigene Entwicklungen für die Open-Source-Community beizusteuern. Dadurch wird auch die Investitionssicherheit für Kunden erhöht, da man nicht mehr an einen Dienstleister gebunden ist und sich zudem die Wartbarkeit des Quellcodes erhöht.

Während der Entwicklung von papaya CMS 5 kommen zahlreiche neue Leistungsmerkmale hinzu. Heute ist die Liste der Features um einiges gewachsen.

Usability erhält mehr Aufmerksamkeit

Seit der Offenlegung des Quellcodes steht die Usability immer mehr im Vordergrund. Die gestiegene Anzahl an Anwendungen fordert ein Redesign des Menüs. Der Vorteil des alten Menüs, möglichst viele Funktionen mit einem Klick zu erreichen, wird beibehalten. Das neue Design soll vor allem die alten Probleme der Unübersichtlichkeit durch eine stärkere Gruppierung der Menüpunkte lösen. Die schlecht strukturierten Menüleisten weren durch das Ribbon-Konzept verbessert. Nutzer können die Funktionen viel schneller finden, da die einzelnen Menüpunkte jetzt durch beschriftete Rahmen, den Ribbons (engl. Gummibänder), zusammengehalten werden.

papaya wird flügge

Im Sommer 2007 ist der Spin-Off der papaya Software GmbH abgeschlossen. Die gesamte Softwaretechnik sowie die Service-Dienstleistungen werden nicht mehr unter dem Dach der dimensional GmbH weitergeführt. Unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten wird die Bündelung der technischen Servicedienstleistungen sinnvoll, das konzept- und werbeorientierte Agenturgeschäft wird also von der Software-Entwicklung getrennt.

Dennoch wird weiterhin Tür an Tür zusammengearbeitet. Der rege Austausch ermöglicht eine Kooperation, die uns schnell, technisch leistungsfähig und konzeptionell stark macht. Wir teilen uns nicht nur die Bürofläche, sondern auch Gehirnwindungen, Weberfahrung und Kompetenz bei der Umsetzung.

Sie möchten mehr über den Hintergrund erfahren, was sich unser Technischer Leiter bei der Entwicklung des papaya CMS gedacht hat? Im Interview mit Thomas Weinert können Sie alles über sein Motiv nachlesen.