Springen Sie direkt:

Was hat sich der Entwickler dabei gedacht?

Als Entwicklungsleiter für papaya CMS entwickelt Thomas Weinert seit 2000 das Content-Managment-System, ist Begründer und heutiger Chefentwickler. Was er alleine gestartet hat, beschäftigt heute sein Team von knapp 30 Entwicklern.

Wieso hast du damals eigentlich angefangen, papaya zu entwickeln?

Aus Faulheit.

Wie bitte?
Ja, ich wollte damals bei einem Webprojekt die ‚News‘ nicht immer in HTML eingeben müssen. Und außerdem meine Zeit nicht damit verschwenden, Rechtschreibfehler anderer Leute korrigieren zu müssen.

Und dann hast du dir deine eigene Lösung gebaut. Warum hast du nicht einfach was anderes genommen?
Ich habe recherchiert, und es gab damals eben nichts Praktikables.

War damals nicht schon was am Start?
Ja, schon, aber man hätte immer wieder an den Templates herumschrauben müssen. Das ist ja das Besondere an papaya: Wenn die Seite online ist, muss man kaum noch an den Templates editieren. Strukturinformationen werden als Inhalt abgespeichert, den der User ändern kann. Das macht das System so flexibel und mächtig.

Aus Faulheit wurde also viel Arbeit – mit Absicht?
Da kam das eine zum anderen, es ist einfach Stück für Stück gewachsen. papaya ist sehr modular aufgebaut, da ist das möglich. Inzwischen sind es über eine Viertelmillion Zeilen Code. Man sieht das als User nicht, deshalb unterschätzt man das häufig. Und eine komplette Firma. Ja, klar, da arbeitet ja eine ganze Gruppe dran. Deshalb möchte ich auch nicht persönlich hier so dicketun.

Was würdest du denn anders machen, wenn es nochmal von vorn losginge?
Nur noch PHP5 unterstützen, das ist eleganter und würde uns in der Entwicklung viel Arbeit einsparen. Zurzeit läuft das papaya CMS mit PHP4 und 5, um Kunden voreilige Updates zu ersparen.

Warum eigentlich PHP?
Gibt es halt überall und ist eine gute Basis, weitverbreitet unter Entwicklern.

Und worauf bist du besonders stolz?
Mhhh. Aufs Backend. Sieht jetzt wirklich gut aus.